- FR - - FR -


Pikes Peak International Hillclimb

Das Pikes Peak International Hill Climb (PPIHC), auch „Race To The Clouds“ genannt, ist ein Bergrennen für Rennwagen und Motorräder auf dem Pikes Peak (ein Berg der Front Range der Rocky Mountains) im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado.

Geschichte

Das Rennen wurde bereits 1916 zum ersten Mal organisiert, um die als Touristenattraktion erbaute Straße zum Gipfel des Pikes Peak landesweit bekannt zu machen. Ursprünglich fand das Rennen jeweils am 4. Juli (Independence Day) statt, 2009 wurde die 87. Auflage des Klassikers erst am 19. Juli ausgetragen. 2010 fand das Rennen bereits am 27. Juni statt, 2011 wird es am 26. Juni ausgetragen.

 

Die Renndistanz beträgt 19,99 Kilometer (12,42 Meilen), die Strecke umfasst genau 156 Kurven. Vor 2001 war die Piste ausschließlich geschottert. Inzwischen ist aber, durch eine Initiative von Umweltschützern, fast genau die Hälfte des Rennkurses in zwei unterschiedlichen Sektionen mit Asphalt belegt. In naher Zukunft soll auch der Rest der Strecke asphaltiert werden. Der Start liegt auf 2.862 Meter Höhe, und es werden 1.439 Meter Höhenunterschied bei durchschnittlich 7 % Steigung der Straße bewältigt, denn das Ziel respektive der Gipfel (The Summit) befindet sich auf 4.301 Meter (14.110 Fuß) Höhe über dem Meeresspiegel. Bedingt durch die dünne Höhenluft verlieren die Fahrer auf dem Weg zum Ziel gegenüber Normalnull mindestens ein Drittel der Leistung ihrer Verbrennungsmotoren.

Rekorde

Rekordsieger beim Pikes Peak International Hill Climb ist der US-Amerikaner Bobby Unser. Er konnte das Rennen insgesamt 13-mal gewinnen. Überhaupt gilt die Rennfahrerdynastie der Unsers als die „Royal Family“ des Pikes Peak. So konnte bereits der Onkel von Bobby, Louis Unser jr., das Rennen 9-mal gewinnen, sein Bruder Al Unser konnte 2-mal siegen, und auch der Sohn von Bobby, Robby Unser, war bereits 8-mal erfolgreich. Weitere berühmte Fahrer, die am Pikes Peak gewinnen konnten, sind die Indycar-Fahrer Mario Andretti und Rick Mears sowie die Rallyefahrerin Michèle Mouton und ihre Kollegen Walter Röhrl und Ari Vatanen.

 

Den absoluten Streckenrekord hielt 13 Jahre lang der Neuseeländer Rod Millen, der im Jahre 1994 mit seinem allradgetriebenen Toyota-Celica-Mittelmotor-Spezialfahrzeug mit 625 kW (850 PS) 10:04:06 Minuten benötigt hatte. Millen unterbot damit den 1988 vom finnischem Rallye-Fahrer Ari Vatanen mit einem Peugeot 405 Turbo 16 (mit Mittelmotor) nur minimal verbesserten Overall and Unlimited Class Record, den der Deutsche Walter Röhrl 1987 auf einem 440 kW (598 PS) starken Audi Sport quattro S1 (mit Frontmotor) erstmals unter die 11-Minuten-Grenze verschoben hatte, sehr deutlich um 40 Sekunden. Am 21. Juli 2007 gelang es dem Präsidenten von Suzuki Sport, dem Japaner Nobuhiro „Monster“ Tajima, diesen Rekord mit seinem Suzuki Sport XL7 Hill Climb Special (Mittelmotor) erneut zu verbessern. Tajima benötigte mit dem auf Meereshöhe 740 kW (1007 PS) starken Suzuki XL7 Hill Climb Special (V6-TwinTurbo-Motor mit 3,6 l Hubraum) 10:01:408 Minuten. Im Jahr 2008 versuchte Tajima erneut, erstmals in der Geschichte des Rennens unter 10 Minuten zu bleiben. Dafür hatte der Veranstalter extra eine Prämie von 25.000 Dollar ausgelobt. Tajima scheiterte zwar, konnte jedoch mit einer Zeit von 10:18:250 Minuten das Rennen überlegen gewinnen. Es war sein dritter Sieg in Folge (Hattrick) und sein vierter insgesamt. 2009 fuhr der Japaner mit einem neu aufgebauten Suzuki-SX4-Prototypen einmal mehr die Bestzeit am Pikes Peak, seinen eigenen Streckenrekord von 2007 konnte er aber wieder nicht verbessern. Bei seinem erneuten Sieg im Juni 2010 scheiterte Tajima mit dem 2009er-Auto ein weiteres Mal an der 10-Minuten-Grenze.

Alle im Rennen aufgestellten Streckenrekorde unter 12 Minuten

Anmerkung: Seit 2001 ist die Strecke zu einem großen Teil asphaltiert worden, wodurch die Rekordzeiten neueren Datums nicht mehr mit den vorherigen Rekordzeiten (die ausschließlich auf Schotterbelag erzielt wurden) adäquat vergleichbar sind.

  • 1968: 11:54:90 Minuten – Bobby Unser (USA), Rislone Special
  • 1979: 11:54:18 Minuten – Dick Dodge jr. (USA), Hoffpauir Wells Coyote Chevy
  • 1982: 11:44:82 Minuten – Bill Brister (USA), Woziwodzki Wells Coyote Chevy
  • 1983: 11:38:30 Minuten – Al Unser jr. (USA), Woziwodzki Wells Coyote Chevy
  • 1985: 11:25:39 Minuten – Michèle Mouton (F), Audi Sport quattro
  • 1986: 11:09:22 Minuten – Bobby Unser (USA), Audi Sport quattro S1
  • 1987: 10:47:85 Minuten – Walter Röhrl (D), Audi Sport quattro S1 „Pikes Peak“
  • 1988: 10:47:22 Minuten – A.Vatanen (FIN), Peugeot 405 Turbo 16 „Pikes Peak“
  • 1993: 10:43:63 Minuten – Paul Dallenbach (USA), Davis Chevrolet
  • 1994: 10:04:06 Minuten – Rod Millen (NZ), Toyota Celica Turbo „Pikes Peak“
  • 2007: 10:01:408 Minuten – Nobuhiro Tajima (J), Suzuki XL7 Hill Climb Special
YouTube-Video

Aktuelle Pikes-Peak-Kategorierekorde

  • 1994: 10:05:85 Minuten – Rekord der Open Wheel Category durch Robby Unser (USA), ADT/Speedway-Chevrolet
  • 1994: 11:39:17 Minuten – Rekord der Super Stock Category durch Bobby Regester (USA), Chevrolet Camaro
  • 2000: 11:21:58 Minuten – Rekord der Pikes Peak Open Category durch Per Eklund (S), Saab 9-3 Viggen 4×4
  • 2002: 13:57:83 Minuten – Rekord der Tandem Axle Semi Category durch Bruce Canepa (USA), Kenworth
  • 2003: 14:33:12 Minuten – Rekord der Electric Vehicle Category durch Jeri Unser (USA), Compact Power ER3
  • 2006: 12:43:67 Minuten – Rekord der Single Axle Semi Category durch Mike Ryan (USA)
  • 2006: 14:32:97 Minuten – Rekord der Pro Trucks Category durch Charles McDowell (USA), Ford F150
  • 2007: 11:37:62 Minuten – Rekord der Mini Sprint Category durch Todd Cook (USA), Wells TCE Coyote 2000
  • 2007: 10:01:408 Minuten – Rekord der Unlimited Category durch Nobuhiro Tajima (J), Suzuki XL7 Hill Climb Special
  • 2010: 11:31:095 Minuten – Rekord der Time Attack 2WD Category durch Jeff Zwart (USA), Porsche 911 GT3 Cup

(Quelle : Wikipedia)