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I have a dream

I have a dream……..

 

Als ich mich während meiner Jugend für den Automobilsport zu begeistern begann, fiel mir schon sehr früh eine  Veranstaltung besonders auf : Pikes Peak, das zweitälteste Rennen der USA nach den 500 Meilen von Indianapolis. Der Start dieses einmaligen Bergrennens erfolgt auf 2700 m über dem Meerespiegel und führt über 20 km und 156 Kurven abwechselnd auf Asphalt und Schotter bis zum Ziel in 4300 m Höhe.

 

Ende der Achtziger waren mit Audi und Peugeot gleich zwei renommierte Hersteller am Start, und somit  war Pikes Peak in Europa mediatisiert. Technisch wurden die letzten Ausbaustufen der legendären Gruppe B Autos entwickelt. Das Resultat war u.a. der Peugeot 405 T mit Vierradlenkung und 700 PS, der Audi Quattro S 1 mit überdimensioniertem Flügelwerk und einer Motorleistung bis zu 800  PS. Auch bei den Fahrern wurde nicht gegeizt, mit Ari Vatanen, Michèle Mouton und Walter Röhrl wurden absolute Toppiloten verpflichtet. Danach wurde es um Pikes Peak etwas ruhiger,  meinen Traum hatte ich jedoch nicht aus den Augen verloren.

 

Das Rennen war für den 27. Juni 2010 angesetzt.  Am 18 Juni flogen meine Freundin Romy, mein Bruder Jean-Luc und ich nach Colorado.

 

Am Montag, den 21. hatten wir den ersten Termin für die Sitzprobe bei  HRD in Denver, dem Team von Don Walker, bei dem ich einen Mazda RX 7 Turbo gemietet hatte. Am Mittwoch stand das erste Training an : Der Ablauf ist etwas gewöhnungsbedürftig, die 20 Km lange Strecke wird in drei Sektoren eingeteilt ; an den drei Trainingstagen ist jeweils ein anderer Abschnitt zu bewältigen. Bei Sonnenaufgang gegen fünf Uhr morgens startet das erste Auto, um 8:30 ist das Training zu Ende, die Strecke steht dann den Touristen wieder zur Verfügung. Für uns waren alle Trainingstage ziemlich frustrierend : Am ersten Tag hatte Don Walker einen Defekt an seinem Truck, und folglich verbrachte  ich die erste « Practice Session » als Zuschauer. Am Donnerstag stand der untere Teil auf dem Programm, und gleich beim 1. Lauf erlebte mein gemieteter Wagen einen Differentialschaden. Am Freitag, beim letzten Training, wurde im mittleren Teil der Strecke geübt, ein Ölleck am Motor verdarb mir die Freude, und ließ nur einen « Run » zu.

 

Vor dem Rennen, das am Sonntag in nur einem einzigen Lauf gefahren wird, war mir dann ziemlich mulmig zumute, hatte ich doch sehr wenig Zeit im Auto und auf der Strecke verbracht. Außerdem war ich mir nicht sicher, ob der Mazda es bis zum Ziel auf 4300 m schaffen würde. Logischerweise ging ich am Anfang vorsichtig zur Werke, und steigerte zunehmends den Rhythmus. Der RX 7 war nicht unbedingt einfach zu fahren, der Wankelmotor war mit einem großen Turbolader ausgerüstet und entwickelte dementsprechend viel Leistung.

 

Durch den hohen Ladedruck gab es jedoch ein enormes « Turboloch », und die Leistungsentfaltung war brutal. Die Tatsache dass das Fahrwerk und die Bremsen den 360 PS nicht angepasst waren, machte es hauptsächlich auf den Schotterpassagen nicht einfacher.

 

Im Streckenabschnitt « Bottemless  Pit », ungefähr 3 Meilen vor dem Ziel auf 4000 m, schmolz durch die angesammelte Hitze der Öldruckschlauch zum Turbolader Damit war ich aus dem Rennen, schon enttäuschend so nahe am Ziel ! Trotzdem war es ein tolles Rennen, das ich an Hand der gewonnenen Erfahrungen gerne wiederholen möchte, wieder einmal unter der Flagge der U.d.P.